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[ 603ERPSPSP17 ] Modul Erkrankungen der Psyche und Psychosomatik

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Workload Form der Prüfung Ausbildungslevel Studienfachbereich VerantwortlicheR Anbietende Uni
4 ECTS Selbständige Modulprüfung M1 - Master 1. Jahr Humanmedizin Johannes Kepler Universität Linz
Detailinformationen
Quellcurriculum Masterstudium Humanmedizin 2017W
Ziele Die Studierenden können Modelle psychischer Gesundheit benennen und erläutern (K2/K3) und können Grundkenntnisse der Stressregulation wiedergeben (K2). Sie können Grundlagen der Epidemiologie, Prävention und Früherkennung von psychischen Erkrankungen benennen (K2). Sie lernen an Hand der Erstellung eines Fallkonzeptes bei Chronischem Schmerz und Essstörung die Prinzipien der Erstellung und Interpretation der biopsychosozialen Anamnese, der Biographie und der Einschätzung der Motivationslage kennen und als Basis eines Therapieprozesses anzuwenden (K1/K2/A1). Sie können die Bedeutung der Einbeziehung von Angehörigen für die Diagnostik, Therapieplanung und Umsetzung der Maßnahmen wiedergeben (K2). Sie lernen Grundkenntnisse der Psychopathologie zu benennen (K2). Sie können Grundlagen von Diagnostik und Therapie der wichtigsten psychiatrischen und psychosomatischen Krankheitsbilder, einschließlich der Besonderheiten der Alterspsychiatrie, benennen (K2). Sie können typische Notfallsituationen benennen (K2) und erlernen das Erkennen und den Umgang mit Suizidalität (K1/A0). Sie lernen Entwicklungsstörungen und Krankheitsbilder der Kinder- und Jugendpsychiatrie kennen und können diese benennen (K1/K2), erhalten Einblicke in die lebenszeitüberspannende Entwicklungsdynamik derselben (K1/K2) und bekommen die Besonderheiten der Behandlung in dieser Altersgruppe demonstriert (K1/A0). Sie lernen grundlegende Behandlungsprinzipien und Versorgungsmodelle psychischer/psychosomatischer/somatopsychischer Erkrankungen kennen und können diese wiedergeben (K2). Sie kennen die Grundlagen der wichtigsten Behandlungsformen psychischer Erkrankungen, Psychopharmakologie und andere biologische Behandlungsmethoden, Psychotherapie und Sozialpsychiatrie und können diese aufzählen (K1/K2). Sie lernen neuronale Korrelate psychischer Gesundheit und psychischer Störungen zu benennen (K2).
Lehrinhalte Grundlagen der Psychosomatischen Medizin, Salutogenese, Resilienz, Grundlagen der Stressregulation, neurobiologische Korrelate, multifaktorielle Entstehung psychischer Störungen, das biopsychosoziale Modell, menschliche Grundbedürfnisse und psychische Gesundheit, Grundlagen der Emotionsregulation, Neurobiologie von Emotionen, Schlussfolgerungen für die Psychotherapie, Epidemiologie, Prävention, Früherkennung und Grundlagen von Diagnostik und Behandlung von chronischen Schmerzstörungen und Essstörungen, prinzipielle Möglichkeiten der Einbeziehung der Angehörigen in Diagnostik und Behandlung von psychischen Erkrankungen am Beispiel von Essstörungen, Erstellung eines Fallkonzepts bei chronischem Schmerz und Essstörung auf Basis des multifaktoriellen Entstehungsmodells, Einschätzung der Motivation und Zielformulierung als Grundlage für einen Behandlungsprozess, Grundlagen von Diagnostik und Behandlung von Persönlichkeitsstörungen, Traumafolgestörungen und neurologischen, funktionellen Störungen, Prinzipien interdisziplinärer Zusammenarbeit auf unterschiedlichen Ebenen am Beispiel einer Ambulanz für Essstörungen, Grundlagen der Konsiliar-Liasonversorgung als Modell einer integrativen Versorgung, Grundkenntnisse der Psychopathologie, Epidemiologie und Grundlagen von Diagnostik und Therapie von Schizophrenie, Symptomatik und Behandlung der Schizophrenie im Alter, Epidemiologie und Grundlagen von Diagnostik und Therapie von Depressionen, Depression vs Anpassungsstörung, Diagnostik und Therapie von bipolaren Störungen, Erkennen von Suizidalität und Umgang mit Suizidalität bei Depression, Diagnostik und Therapie von Angststörungen und Zwangsstörungen, Erkennen von und Umgang mit den wichtigsten psychiatrischen Notfallsituationen inklusive des nicht-alkoholbedingten Delirs, Psychische und Verhaltensstörungen durch psychotrope Substanzen, Epidemiologie, Prävention und Bedeutung von Früherkennung bei Abhängigkeitserkrankungen am Beispiel der Alkoholabhängigkeit, Grundlagen von Diagnostik und Behandlung von Suchterkrankungen, Somatische Komorbiditäten bei psychiatrischen Patientinnen und Patienten, Intelligenzminderung und Entwicklungsstörungen im psychischen sowie lebenszeitüberspannenden Kontext (ADHS und Autismus), Verhaltens- und emotionale Störungen mit Beginn in der Kindheit und Jugend. Besonderheiten der Alterspsychiatrie, Altersdepression und Multimorbidität, therapeutische Prinzipien der Psychopharmakotherapie und anderer biologischer Behandlungsverfahren (Stimulationsverfahren und Lichttherapie), Moderne psychotherapeutische Konzepte in der Behandlung psychischer Erkrankungen, Wirkfaktoren der Sozialpsychiatrie und psychosoziales Versorgungsnetz.
Beurteilungskriterien Schriftliche Modulprüfung (2 ECTS)
Untergeordnete Studienfächer, Module und Lehrveranstaltungen