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[ GS-BC ] VL Ethics and Gender Studies

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Workload Ausbildungslevel Studienfachbereich VerantwortlicheR Semesterstunden Anbietende Uni
3 ECTS M - Master Sozialwissenschaften Waltraud Ernst 2 SSt Johannes Kepler Universität Linz
Detailinformationen
Quellcurriculum Masterstudium Technische Physik 2013W
Ziele Biologie, Ethik und Geschlecht (Wintersemester)
Die Studierenden erhalten ein Verständnis davon, wie Vorstellungen von Geschlecht und Geschlechterverhältnissen Forschungsfragen, Metaphern und Modelle in biologischen Theorien prägen. Sie lernen zu erkennen, inwiefern ethische Fragen Forschungsrichtungen verändern können.

Geschlecht in technologischen Prozessen (Sommersemester)
Das Ziel der Lehrveranstaltung ist es, ein Verständnis davon zu erlangen, wie Geschlechtermetaphern und Modelle von Geschlechterverhältnissen in Technologien sichtbar werden. Die Studierenden gewinnen Einsicht in die Bedeutung von ethischen Überlegungen für technologische Forschung und Entwicklung.

Geschlecht vor der Technikfolgenabschätzung
Ziel der Lehrveranstaltung ist es anhand konkreter technischer Artefakte die Gestaltungsmacht von Geschlechterverhältnissen und Geschlechterbildern für Technologieentwicklungen und Anwendungen zu analysieren. Dafür werden grundlegende Erkenntnisse der Geschlechterforschung herangezogen, um entsprechende Reflexions- und Analysefähigkeiten zu schulen. Die Lehrveranstaltung zielt darauf ab, die eigene Gestaltungsmacht in der Wissensgenerierung, Technologieentwicklung und Techniknutzung zu reflektieren und Handlungsalternativen zu diskutieren.

Lehrinhalte Biologie, Ethik und Geschlecht (Wintersemester)
Die Genderforschung entdeckte, dass Biologie weitgehend mit sozialen Werten und kulturellen Annahmen über die Bedeutung von Geschlecht und Geschlechterrollen verwoben ist, in der Vergangenheit genauso wie in der Gegenwart. In der Vorlesung wird der Einfluss der Lebenswissenschaften auf Geschlechterhierarchien und Geschlechternormen und umgekehrt diskutiert. Die Relevanz ethischer Reflexion für biologische Forschung wird erörtert.

Geschlecht in technologischen Prozessen (Sommersemester)
Im Seminar wird der Zusammenhang zwischen Technologieentwicklung und Geschlechterverhältnissen bzw. Geschlechternormen diskutiert. Wurde der Mikrowellenherd für den Junggesellen entwickelt oder für die alleinerziehende Erwerbstätige? Wer waren die ersten ProgrammiererInnen und wie wurde das Programmieren von Computern zum Männerberuf? Bietet das Internet (egalitären) Raum für alle Geschlechter? Technologische Produkte werden von Personen in sozialen Zusammenhängen entwickelt, produziert und vermarktet. Vorstellungen von potenziellen NutzerInnen, BedienerInnen und KonsumentInnen sind Teil dieser Prozesse, insbesondere Vorstellungen über ihr Geschlecht.

Geschlecht vor der Technikfolgenabschätzung
In der Lehrveranstaltung werden zentrale Erkenntnisse der queer-feministischen Technikforschung herangezogen, um konkrete technische Artefakte (z.B. Motorsäge) auf geschlechterbezogene Einschreibungen zu befragen, welche Einfluss auf die Konzeption und Nutzung nehmen.
Dabei spielen neben der Materialität der Artefakte (technische Auslegung, Design,…) auch deren diskursive Einbettung, die damit verbundenen identitätsstiftenden affektiven Bezüge, Erzählungen und Bilderwelten, Vorstellungen über Technikaffinität und Technikaneignung sowie die Verkörperung von Technikwissen eine zentrale Rolle. In der Lehrveranstaltung wird auf diese unterschiedlichen Einflussfaktoren entlang von Literaturarbeiten, Beispieldiskussionen und Fallarbeiten eingegangen.

Beurteilungskriterien Mündliche Präsentation eines Textes und schriftliche Ausarbeitung. Die Textauswahl findet in der ersten Lehrveranstaltungseinheit statt.

Geschlecht vor der Technikfolgenabschätzung
Anwesenheit in allen Blöcken, konstruktive Teilnahme an den Diskussionen; Rezeption der zur Verfügung gestellten Literatur; mündliche Präsentation eines Textes; Analyse eines technischen Artefakts im Zweierteam entsprechend der in der Lehrveranstaltung erarbeiteten Reflexions- und Analysekriterien, Kurzpräsentation in der letzten Lehreinheit (ppt oder anderes Präsentationsmedium) und Abgabe der schriftlich ausgearbeiteten Kurzpräsentation (3-4 Seiten).

Lehrmethoden Biologie, Ethik und Geschlecht (Wintersemester)
Diese transdisziplinäre Lehrveranstaltung bietet eine Einführung ins Thema. Die Studierenden lesen einen ca. 25seitigen Text für jede Einheit und bereiten die Präsentation eines ausgewählten Textes vor. Jeder Text wird gründlich diskutiert und auf das übergeordnete Seminarthema bezogen.

Geschlecht in technologischen Prozessen (Sommersemester)
Diese transdisziplinäre Lehrveranstaltung bietet eine Einführung ins Thema. Die Studierenden lesen einen ca. 25seitigen Text für jede Einheit und bereiten die Präsentation eines ausgewählten Textes vor. Jeder Text wird gründlich diskutiert und auf das übergeordnete Seminarthema bezogen.

Geschlecht vor der Technikfolgenabschätzung
Die erste Lehreinheit dient der Einführung in die Themenstellung der Lehrveranstaltung, der Gruppenbildung und Textvergabe. In der 2. und 3. Lehreinheit werden entlang der durch die Studierenden referierten und diskutierten Fachtexte Reflexions- und Analysekriterien erarbeitet, die dann auf ausgewählte technische Artefakte angewendet werden. Die abschließende Lehreinheit dient der Präsentation und Diskussion der Analyseergebnisse.

Abhaltungssprache Englisch
Literatur Biologie, Ethik und Geschlecht (Wintersemester)
Londa Schiebinger: Nature's Body. Gender in the Making of Modern Science, Boston: Beacon Press 1993
Donna J. Haraway: Simians, Cyborgs, and Women. The Reinvention of Nature, London: Free Association Books 1991
Anne Fausto-Sterling: Myths of Gender. Biological Theories about Women and Men, New York: Basic Books 1985
Anne Fausto-Sterling: Sexing the Body. Gender Politics and the Construction of Sexuality, New York: Basic Books 2000

Geschlecht in technologischen Prozessen (Sommersemester)
Judy Wajcman: Feminism Confronts Technology, Cambridge: Polity Press 1991. Donna J. Haraway: Simians, Cyborgs, and Women. The Reinvention of Nature, London: Free Association Books 1991.
Jutta Weber; Corinna Bath (Hg.): Turbulente Körper, soziale Maschinen. Feministische Studien zur Technowissenschaftskultur, Opladen: Leske + Budrich 2003.
Isabel Zorn; Susanne Maass; Els Rommes (u.a.) (eds.): Gender Designs IT. Construction and Deconstruction of Information Society Technology, Wiesbaden: VS Verlag 2007.
Waltraud Ernst (Hg.): Geschlecht und Innovation. Gender Mainstreaming im Techno-Wissenschaftsbetrieb, Münster u.a.: LIT Verlag 2010.

Geschlecht vor der Technikfolgenabschätzung
Allhutter, Doris/Hofmann, Roswitha (2014): Affektive Materialitäten in Geschlechter-Technikverhältnissen. Handlungs- und theorie-politische Implikationen einer antikategorialen Geschlechteranalyse. Freiburger Zeitschrift für Geschlechter Studien, 20 (2), 59-78.
Brandes Uta: Designing Gender oder Gendered Design? Zur Geschlechtersprache in der Gestaltung. Forum Holz/Bau. http://www.forum-holzbau.com/pdf/meran10_Brandes.pdf
Brandes, Uta (2002): Die Geschlechtersprache der Produkte. In: Zeitschrift für Frauenforschung und Geschlechterstudien, Heft 4/2002, S. 51-64.
Mraz, Gabriele/Hofmann, Roswitha/Bernhofer, Gabriele (2013): Die Motorsäge als vergeschlechtlichtes Artefakt. Maskulinitäts- und Femininitätskonstruktionen in der privaten Brennholzherstellung. in: Soziale Technik, 2/2013, 17-19.
Ormrod, Susan (1994): ‚Let’s Nuke the Dinner’: Discursive practices of gender in the creation of a new cooking process. In: Cynthia Cockburn/Ruza Fürst-Dilic (Hg.): Bringing Technology Home: Gender and Technology in a Changing Europe. Open University Press, 42-58.
Schmitz, Sigrid (2009): Gender und Diversity treffen Naturwissenschaften und Technik. In: Gender und Diversity: Albtraum oder Traumpaar? VS Verlag, 175-190.
Young, Iris Marion (2005): On Female Body Experience: "Throwing Like a Girl" and Other Essays. Oxford University Press, 27-45.

Lehrinhalte wechselnd? Nein
Sonstige Informationen Für die Studierenden aller Masterstudiengänge an der Technisch-Naturwissenschaftlichen Fakultät (TNF).
Präsenzlehrveranstaltung
Teilungsziffer 25
Zuteilungsverfahren Zuteilung nach Vorrangzahl